Der Fender Pro Reverb Blackface, gebaut zwischen 1965 und 1967, ist einer der großen Geheimtipps unter den klassischen Blackface-Amps. Mit ca. 40 Watt Leistung, einer 6L6-Endstufe, 2×12-Zoll-Lautsprechern, sowie Federhall und Vibrato, vereint er viele Stärken des Twin Reverb – aber mit früherem Breakup und musikalischerer Sättigung. Das macht ihn besonders beliebt bei Gitarristen, die einen kräftigen Clean-Ton wollen, aber nicht auf natürlichen Röhren-Overdrive verzichten möchten.
Der Amp wurde ursprünglich als „kleinerer Bruder“ des Twin konzipiert – mit weniger Headroom, aber dafür mehr Wärme, Kompression und Spielfreude bei moderateren Lautstärken. Im Studio wie auf der Bühne überzeugt der Pro Reverb mit einem vollen, offenen Clean, der durch das Federhall-System eine tiefe Räumlichkeit erhält.
Dreht man den Amp auf, entwickelt sich ein harmonischer, cremiger Overdrive, Blackface-Sound at its best – jedoch früher einsetzt und dynamischer reagiert als beim Twin. Der Breakup ist organisch und kontrolliert, was den Amp ideal für Blues, Roots-Rock, Americana und Country macht.
Pedale nimmt der Pro Reverb hervorragend an – von leichten Boosts über Fuzzes bis hin zu Modulations- und Delay-Effekten. Dank der klassischen Röhrenschaltung klingt alles lebendig, definiert und mit klarer Mittenstruktur.

